Bericht von der Mitgliederversammlung 2014

Datum: 18. März 2014, 20.00-22.00 Uhr
Ort: Gasthof zum Trollinger, Weinstadt-Großheppach
Teilnehmer: 14 Personen
 
Tagesordnung:
  1. Begrüßung
  2. Vortrag: "Fledermäuse-geheimnisvolle Jäger der Nacht"
    Referentin:Frau Kerstin Heemann von der AG Fledermausschutz BW
  3. Rechenschaftsbericht des Vorstandes
  4. Bericht des Kassiers/Bericht des Kassenprüfers
  5. Aussprache/Entlastung des Vorstands
  6. Satzungsänderung
  7. Ausblick auf das Jahr 2014
  8. Sonstiges
Nach der Begrüßung durch Herrn Wagenhoff berichtete Frau Kerstin Heemann, Diplombiologin und seit vielen Jahren aktiv in der AG Fledermausschutz BW, in einem interessanten Vortrag über das Leben und die Ökologie der Fledermäuse. Fledermäuse, die einzigen selbständig fliegenden Säugetiere, stehen als streng geschützte Arten nach 44 des BNatG und nach der europäischen FFH-Richtlinie unter besonderem Schutz.
Frau Heemann stellte die unterschiedlichen Ansprüche der verschiedenen Fledermausarten an den Lebensraum, ihre Sommer- und Winterquartiere sowie die Wochenstuben zur Jungenaufzucht dar, wobei ihr Schwerpunkt bei den Arten lag, die in Weinstadt und naher Umgebung beobachtet wurden und werden.
Zu nennen sind da besonders die daumengroßen Zwergfledermäuse, deren Quartiere Spalten z.B. an Gebäuden wie hinter Fensterläden oder Wandverkleidungen sind. Beliebte Sommerquartiere sind ruhige Dachböden in alten Gebäuden, wobei z.B. zugige Scheunen von Fledermäusen gemieden werden.
Das große Mausohr dagegen, die größte europäische Fledermausart, wie auch das braune Langohr überwintern in Höhlen, zum Teil in großen Zahlen. Diese beiden Arten wurden vor Jahren in durch frühere Sandgewinnung entstandenen Höhlen am Hörnleskopf beobachtet.
Der große und der kleine Abendsegler benötigen dagegen Höhlen in alten Bäumen wie z.B. Spechthöhlen.
Die Rauhautfledermaus kommt u.a. in Streuobstwiesen vor und benutzt z.B. Holzstapel als Winterquartier.
Wasserfledermäuse wiederum haben ihre Quartiere und ihr Jagdrevier an Flüssen, hier bei uns in Weinstadt können sie an der Rems beobachtet werden.
Insgesamt sind Fledermäuse sehr standorttreu, weshalb z.B. die Versuche von Umsiedlungen oft wenig erfolgreich verlaufen.
Fledermauskästen können allenfalls eine Ergänzung zu natürlichen Quartieren darstellen, auf deren Erhalt vor allem auch in den Siedlungsbereichen geachtet werden sollte.
 
Im Bericht des Vorstandes stellte Herr Wagenhoff die Aktivitäten der Ortsgruppe im Jahr 2013 vor.
 
Nach dem Kassenbericht durch Herrn F. Darter und dem Bericht der Kassenprüfung durch Frau Selle wurden der Vorstand und die Kasse einstimmig entlastet.
 
Die durch die Einstellung der Weinstadt-Woche notwendige gewordene Änderung der Satzung (die Veröffentlichung der Einladung zur Mitgliederversammlung geschieht in Zukunft im "s'Blättle") wurde ohne Gegenstimme angenommen.
 
Nach dem Ausblick auf die geplanten Aktivitäten im Jahr 2014 konnten Edith und Klaus Selle für ihre 25-jährige aktive Mitgliedschaft und Mitarbeit in der BUND-Ortsgruppe mit einer Urkunde geehrt werden.